Moments of Life


Wenn man Tag ein Tag aus in der Natur verbringt, immer auf der suche nach dem einzigartigen Bild, den tieren immer näher kommt, sich mit den Verhaltensweisen der Tiere beschäftigt, dann bekommt man nicht nur einzigartige Fotos, sondern erlebt auch einzigartige Momente, Momente welche einen verändern, Momente die nicht mit dem besten Foto aufwiegen kann. Auf dieser Seite möchte ich euch von diesen einzigartigen Momenten erzählen.


Der Eichelhäher


Wenn man Stundenlang in seinem Zelt sitzt, wird man manchmal sogar belohnt.

Es war ein sehr verregneter Sonntag, ich sahß bereits seit 3 Stunden in meinem Zelt und konnte meine Finger bereits kaum noch spüren. Ich hörte die Vögel rufen, doch es flog kein einziger vormeine Kamera. Und dann, hörte ich auch noch in weiter Ferne den Motor eines Traktors und dieser beabsichtigte es wohl gerade einmal 100 Meter von mir entfernt, auf dem Feld zu arbeiten. Und dann, als zu guter letzt auch noch eine Katze um mein Zelt schlich, welche Ihre Anwesenheit mit einem ständigen "Miau", "Miau" begleitete, war für mich klar, heute kannst du wohl einpacken. Ich löste gerade meine Hände von der Kamera, wollte mein Zelt öffnen, als ich ein Schatten durch die Kamera wargenommen habe. Als ich wieder durch die Kamera schaute, staunte ich nicht schlecht, es war tatsächlich ein Eichelhäher! Wow das hatte ich nicht erwartet. Zitternd vor Aufregung, machte ich meine Bilder, einmal drehte er sich sogar zu mir um und dann flog er wieder weg und der ganze Zauber war vorrüber. Und da war er nun mein erster Eichelhäher.

Noch ganz benommen von der Situation dämmerte es mir dann plötzlich, der Eichelhäher war ein Rabenvogel und die Katze war offensichtlich plötzlich verschwunden, bzw. sie war wohl nie da gewesen. Dieser kleine freche Kerl hatte doch tatsächlich unsere Hofkatze nachgeahmt um die anderen Vögel zu verjagen, sehr clever das muss man Ihm lassen. Ich war sehr beeindruckt von diesem Vogel.


Heidelibelle


Es war schon spät im Jahr, ich glaube es war Oktober. Ich machte mich auf eine meiner üblichen Rundgänge in meine Schutzgebite, um einfach mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Die meisten Blumen waren bereits verschwunden, selbst die Schachbrettfalter, welche so ziemlich die letzten Schmetterlinge sind waren bereits verschwunden. Vereinzelt gab es noch den ein oder anderen Pfauenauge, obwohl auch diese teilweise schon sehr zerrupft aussahen.

Das einzige was blieb, war das Quarken der Frösche. Da sich hier offenbar noch etwas abspielte, folgte ich den Rufen der Frösche und lief zum nahegelegenen See. Als ich am Ufer ankam, traf mich einmal mehr der Schlag. Wieder einmal hatten hier Leute in der Nacht eine Grillparty abgehalten. Es war einafch unglaublich, überall lag der Müll herum. Ich machte mich wie immer ans Aufräumen. Als ich es in einer herumliegenden Plastiktüte laut summen hörte. Ich klappte ein Teil der Tüte beiseite und sah wie eine Heidelibelle in dieser mit Wasser gefüllten Tüte am ertrinken war.  Ich hielt Ihr einen Finger hin und die kleine Libelle nahm diese hilfe dankbar und und zog sich aus dem Wasser, sie umklammerte mich schon fast. Ich hielt dieses wunderschöne Tier in die Sonne und nach ein Paar Minuten begann Sie sich vom Wasser zu säubern und sich zu putzen. Es war wirklich ein toller Moment, gerade wie Sie Ihren Kopf dreht und wendet und einen ständig anzuschauen vermag. Nach einiger Zeit flog Sie weg. Und wieder einmal wurde mir klar, was es für Auswirkungen haben kann, wenn man sich als Mensch nicht an die Regeln hält. Wir Menschen haben den Tieren schon so viel Lebensraum weg genommen dann müssen wir nicht auch noch den kleinen Raum besetzen den Wir extra für diese Tiere geschaffen haben. Denn diese Orte gehören den Tieren und genau das sollten wie respektieren.


Ein kleiner Besucher


Es war ein wunderschöner sonniger Frühlingsmorgen, wir hatten bereits fast 20°C. Der Wald spendete aber ein wenig Schatten. Ich wollte ein paar Blumen fotografieren die am Wegesrand standen. Ich musste mich auf den Schotterweg legen um einen schönen hintergrund zu bekommen. Ich war völlig in meine Arbeit vertieft, als es plötzlich an meinem Schuh klopfte, zuerst habe ich mir nichts dabei gedacht, doch nachdem es noch mal klopfte "nock, nock" Schaute ich dann doch mal nach hinten und war völlig verblüfft. Ein junger Vogel schien sich zu fragen, was ich hier machte und klopfte neugierig an meine Schuhe. Es war ein interessanter und faszinierender Moment und wieder wurde mir bestätigt, was für ein wunderbares Hobby dies doch ist.


Achtung aufgepasst


Wir alle laufen immer mal wieder durch die Natur und die Wälder. Oftmals übersehen wir dabei wundersame kleine Welten. Ab und an muss dann eine dieser kleinen Welten ihr Leben unter unserem Fuße lassen, leider natürlich nicht immer verhinderbar. so auch hier bei diesem Bild. Ich wollte einfach mal ein kleinen Einblick in diese Welt geben und vllt ein wenig zum Nachdenken anregen, um einmal mehr auf den Boden zu schauen um auch den unscheinbaren kleinen Lebewesen einen Blick zu würdigen und vllt sogar ein kleinen Umweg ;-)

P.S. Keine Sorge diesem kleinen Pilz ist nichts passiert.